Dannebrog falder ned i Estland

Dannebrog - 800 Jahre

Foto: C.A. Lorentzen

Der Legende nach gibt es eine ganz besondere Verbindung zwischen König Waldemar II., dem Dannebrog und einem Grabhügel in Aabenraa namens Kongehøj.
 

In Dänemark, vor allem in Sønderjylland, ist der Dannebrog allgegenwärtig und wird bei diversen festlichen Anlässen gehisst. 

Der Legende nach ist Dänemarks Flagge am 15. Juni 1219 vom Himmel gefallen, als König Waldemar II. in der Schlacht von Lyndanisse gegen die heidnischen Esten kämpfte.

Als der Krieg so gut wie verloren schien, soll eine rote Flagge mit weißem Kreuz vom Himmel gefallen sein und eine Stimme laut verkündet haben: „Erhebet dieses Zeichen – und ihr werdet siegreich sein!“

Das Wunder geschah: König Waldemar II. ging als Sieger aus der Schlacht hervor. Zugleich war es das erste Mal, dass die Dänen unter dem Dannebrog kämpften. Dieses Tages wird in Dänemark noch heute gedacht: am Waldemarstag. 

König Waldemar verfügte über zahlreiche Besitztümer in Aabenraa. So gehörte ihm auch ein Stück Land bei Kongslund in der Nähe von Hjelm Skov, wo der Kongehøj liegt. 
 

Der Kongehøj ist ein zweieinhalb Meter hoher Grabhügel mit einem Durchmesser von 16 Metern. Der ursprüngliche Grabhügel ist wegen zahlreicher Eingriffe stark beschädigt.

Im Jahre 1969 wurde anlässlich des 750. Jahrestages der Schlacht von Lyndanisse ein Gedenkstein an diesem Hügel aufgestellt.

Der Sage nach war König Waldemar auf seiner Reise nach Urnehoved Tingsted am Kongehøj vor Anker gegangen.

Heute liegt der Grabhügel zwar auf einer fruchtbaren Wiese, wobei es nicht undenkbar ist, dass der Kongehøj im 13. Jahrhundert von Wasser umgeben war. Dort soll Waldemar den Dannebrog, erstmals seinen Untertanen präsentiert haben.

Der Dannebrog ist die älteste Nationalflagge der Welt und bedeutet „Flagge der Dänen“. Seit dem späten Mittelalter findet der Dannebrog in Dänemark Anwendung.