Geschichtszentrum Dybbøl Anhöhe

Foto: VisitSønderborg

Im Geschichtszentrum Dybbøl Anhöhe tauchst du ein in eines der spannendsten Kapitel der deutsch-dänischen Geschichte. Beim Kugelgießen und bei warmen Pfannkuchen erlebst du den Krieg von 1864 hautnah zusammen mit der Familie.

Der preußische Soldat J. Bubbe ist begeistert von seinem neuen Hinterladergewehr, mit dem er die Kugeln in rasendem Tempo abschießen kann. Der dänische Soldat Hansen ist froh, seinen guten, alten Vorderlader zu haben. Er schießt nicht ganz so schnell, funktioniert dafür aber jedes Mal!

Im Geschichtszentrum Dybbøl Anhöhe kannst du dem munteren Streit zwischen den beiden Soldaten während des Krieges zwischen Preußen und Dänemark 1864 zuhören. Diese Art von Geschichtsvermittlung sei genau das Markenzeichen seines Zentrums, erklärt Bjørn Østergaard, der das Zentrum leitet:

„Wir vermitteln Informationen über den Krieg von 1864 über die Menschen, die daran teilgenommen haben. Mit Hilfe von alten Briefen und Tagebüchern können wir uns einen Eindruck davon bilden, wie die Menschen damals den Krieg erlebt haben. Wenn die Besucher die historischen Menschen sehen, hören und mit ihnen sprechen, erleben sie die Geschichte auf eine neue, spannende Weise. Es kommen ständig neue Personen hinzu und auf diese Weise können wir die Erlebnisse im Geschichtszentrum erneuern und abwechslungsreich gestalten.“

Doch es sind nicht nur die historischen Menschen, die im Geschichtszentrum aktiv sind. Plötzlich sind du und deine Familie selbst ein Teil der dramatischen Ereignisse des Jahres 1864 auf den Dybbøl Schanzen.

Zu den Klängen des dänischen Liedes „Dengang jeg drog af sted“ (Als ich davonziehen musste) marschiert ihr, von lauten Kommandorufen begleitet, zu den Zuschauerplätzen, an denen ihr die Ohren zuhalten müsst, wenn eine Kanone mit gewaltigem Getöse abgefeuert wird.

Später versucht ihr, eine tonnenschwere Festungskanone zu verschieben. Ihr genießt Pfannkuchen über dem Feuer, gießt Gewehrkugeln beim Schmied und schreibt Briefe mit Feder und Tinte.