Schloss Gråsten: Fischzucht als „Happening“

Photo: Karsten Justesen

Die Stadt Gråsten ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt für ihr idyllisch gelegenes Schloss. Auβerdem ist dort Dänemarks einzige Karpfenteichwirtschaft angesiedelt, die Fische für den Verzehr züchtet.

In den Sommermonaten ist das Schloss Residenz der königlichen Familie. Es ist eine Tradition, an der Königin Margrethe nach dem Tod von Königin Ingrid festhält. 

Hält sich die Familie nicht im Schloss auf, ist der wunderschöne Park öffentlich zugänglich. In der Nähe des Schlosssees liegen zwei große und vier kleine Karpfenteiche, in denen die Fische laichen.

Seit vielen Jahren ist der Forstbeamte Preben Knudsen für die Aufzucht zuständig. In diesem Jahr kann Knudsen sein 30-jähriges Dienstjubiläum feiern. Bis Mitte der 80er Jahre gab es in Gråsten noch einen Fischmeister, der die Teichwirtschaft beaufsichtigte.

Bis heute hat der Verzehr von Karpfen in Sønderjylland Tradition. Es ist eine Tradition, die noch aus der Zeit stammt, als der Landesteil zu Deutschland gehörte. Auch die königliche Familie weiß Karpfen-Delikatessen zu schätzen.

Einmal jährlich wird das Wasser der Karpfenteiche abgelassen, und ihre Fische werden stets am ersten Wochenende im Dezember verkauft. 200 bis 400 Kilogramm Fisch gehen dabei über die Theke. Die unverkauften Fische werden wieder ausgesetzt.

Das Entnehmen der Karpfen ist ein Happening an sich, bei dem Besucher gegrillten und geräucherten Karpfen gleich vor Ort probieren können. Eine Ausstellung informiert zudem über die Karpfen und ihre Zucht.