Sicherungsstellung Nord

Foto: VisitAabenraa

Die Sicherungsstellung Nord ist eine Befestigungslinie, die im Ersten Weltkrieg zwischen 1916 und 1918 vom deutschen Militär als Sicherung gegen Angriffe aus dem Norden angelegt wurde.

Die Linie verlief quer durch das damals zu Deutschland zählende Sønderjylland, von Hoptrup an der Ostküste bis an die Westküste in Höhe von Skærbæk. Sie bestand aus Stacheldrahtsperren, einer doppelten Linie von teilweise eingegrabenen Schützengräben, Artilleriestellungen und Unterständen sowie alles in allem etwa 800 Bunkeranlagen.

Die Anlage kann besucht werden

– siehe auch die App „Spuren des Weltkriegs“

Küstenbatterie am Aarøsund

Mittelschwere Küstenbatterie mit vier Kanonenstandorten, Kommandobunker bestehend aus drei Räumen und einen anschließenden Mannschaftsraum.  In der Küstenböschung westlich des Bunkers liegt ein Munitionsbunker, von wo aus der Munition mit einer Schienenbahn zu den Geschützen gebracht werden konnte.

Batterie in der Plantage Andhold (nicht gesprengt)

Schwere Batterie bestehend aus zwei Mannschaftsräumen und ein doppeltes Munitionsmagazin. Beide Mannschaftsräume haben zwei Eingänge und zur Nahverteidigung Schießscharten mit Eisenluken. Das Magazin besteht aus zwei Räumen mit je eigenem Eingang. Im westlichen Raum wurden die Granaten aufbewahrt. Mehrere Eisenträger zeugen von einem Tisch und einem Flaschenzug, der verwendet wurde, um die Granaten durch die längliche Luke herein und hinaus zu bugsieren. Im östlichen Raum wurde das Pulver aufbewahrt. Alle Eingänge sind verdeckt und haben innere zweigeteilte Eisentüre.

Batterie Gammelskov (gesprengt)

Gesprengte Batterie, die als einzige der schweren Batterien in der Sicherungsstellung mit zwei Kanonen bestückt war. Es handelte sich um Schiffsgeschütze in Panzertürmen, die auf Betonfundamenten aufgestellt waren. Vermittels einer Schienenbahn konnte durch den 250 m langen Batteriegraben schnell Munition aus zwei Doppelmagazinen auf beiden Seiten der zwei Kanonen herantransportiert werden. Hinter dem Batteriegraben lag ein Deckungsgraben mit drei Mannschaftsräumen, alle mit Schießscharten zur Nahverteidigung, der mittlere eine sogenannte Kaponniere.