Kunst Museum Panbo

Kunst Museum Panbo: Eine nachhaltige Oase der Kunst

Foto: Kunst Museum Panbo

Was macht ein Kunstsammler, dem der Platz für all seine Werke ausgeht?

Von Grünflächen umgeben, auf dem Firmengelände seines Erbauers Christian Panbo am Egelund in Aabenraa liegt das Kunst Museum Panbo. Es beherbergt nicht nur eine erlesene Sammlung mit Werken bedeutender dänischer Maler, sondern ist, so sagt Christian Panbo, das weltweit einzige, nachhaltig erbaute Museum.

Christian Panbo ist ein Mann mit vielen Facetten: Unternehmer, Häuslebauer, Kunstkenner, Politiker und Sammler.

Seit dem Frühjahr 2018 kann er auch noch Kustode auf seine Visitenkarte schreiben. Im Hauptberuf baut Panbo Blockhäuser, rundherum nachhaltige dazu. In seiner Freizeit widmet er sich der Kunst. Die Skagen-Maler, unter ihnen P. S. Krøyer sowie Michael und Anna Ancker, haben es ihm besonders angetan, wie er sagt.

Doch auch Werke von Künstlern aus der Region wie der Maler C. W. Eckersberg aus Blans und der Christiansfelder Maler Jeppe Madsen Olsen umfasst seine Sammlung. In dieser darf die Aabenraa-Malerin Franciska Clausen nicht fehlen.

„Einen kleinen Picasso habe ich übrigens auch“, verrät Christian Panbo.

Seit einem Vierteljahrhundert sammelt Christian Panbo Kunstwerke. Irgendwann drohte seine Sammlung schließlich, aus allen Nähten zu platzen.

„Sieben, acht Bilder waren in Pappkartons verstaut“, erinnert sich Panbo: „Was tun: Verkaufen oder ein Haus für die Sammlung bauen?“

Der Kunstsammler entschied sich für Letzteres. Auf dem Gelände seines Firmendomizils in Aabenraa, „Christian Panbo Blockhäuser“, entstand das „Kunst Museum Panbo“, in dem seine Sammlung, die mehr als 50 Werke der bedeutendsten dänischen Maler des 19. Jahrhunderts umfasst, einen würdigen Rahmen bekommen hat.

Mehr noch: Der Unternehmer ist mit seinem Büro in das Museum umgezogen. Dort heißt er oft Besucher willkommen. Auch in dem kleinen Museumscafé sorgt Panbo zumeist höchstpersönlich für das leibliche Wohl der Besucher.

Das „Fundament“ des Museums ist eine 100-prozentig nachhaltige Bauweise – wie die Blockhäuser des Unternehmens.

Das Kunstmuseum verfügt über eine Fläche von 204 Quadratmetern und hat – alles in allem – 3,2 Millionen Kronen gekostet (2017). Die Heizkosten liegen im Durchschnitt bei monatlich 400 Kronen.

Es ist somit die perfekte Kulisse für eine Sammlung, an der sich auch Besucher nachfolgender Generationen erfreuen können.