Får i Tøndermarsken

Tøndermarsk im Blickpunkt

Foto: VisitDenmark

Ein Blick auf die Tønder-Marsch genügt und man sieht, dass es sich um eine ganz besondere Landschaft handelt. Unendliche Weiten, zahllose Vogelschwärme und eine herrliche Kombination aus Land und Wasser.

Doch Gutes kann zumeist noch besser werden. Daher wurde 2016 die Tønder-Marsch-Initiative ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, die Tønder-Marsch für Zuzügler, Arbeitnehmer und Gäste noch attraktiver zu gestalten.

Initiatoren sind Realdania, die Kommune Tønder, der A. P. Møller Fonden und Nordea Fonden. Der Projektetat beläuft sich auf eine dreistellige Millionensumme. 

Eine Reihe von Maßnahmen ist geplant, wovon einige ganz oder teilweise noch im Laufe dieses Jahres umgesetzt werden.

So geht es u. a. darum großartigen Naturerlebnissen den Weg zu ebnen. Ein 52 Kilometer langer Marsch-Wanderweg ist geplant. Zudem soll es leichter werden, von oben einen Blick auf die Marsch zu werfen.

Bewohner der Marsch sind an der Planung des Pfades beteiligt gewesen, ganz nach der Devise: Die Einheimischen kennen die schönsten Orte der Marsch am besten. Marschpfad – so wird der Wanderweg genannt, der Einheimischen und Wandertouristen Anreiz sein soll, die Marsch zu erkunden – passionierten Wanderfreunden, die alle 52 Kilometer erwandern möchten, ebenso wie Spaziergängern, die nur einen kleinen Ausflug machen wollen. Daher wird der Weg mit lokalen Pfadschleifen versehen.

Darüber hinaus sind zahlreiche Maßnahmen in Højer vorgesehen, die einzige richtige Marschstadt Dänemarks. Sie soll als „Tor zur Marsch“ vermarktet werden. Viele der historischen Häuser werden restauriert und eine neue Stadtmitte von hoher Qualität geschaffen. 

Højer verfügt über ein einzigartiges Bauerbe mit diversen Baustilen. Nicht weniger als 125 bewahrenswerte Häuser zählt die Stadt. Daher ist es bereits heute ein besonderes architektonisches Erlebnis, durch die Stadt zu flanieren, was durch die Restaurierung eine neue Dimension erreichen soll. Vieles wird sich in der Stadt verändern, und die Storegade wird dabei als Stadtzentrum im Mittelpunkt stehen – u. a. mit Geschäften und neuen Übernachtungsmöglichkeiten.

Ein weiterer zentraler Ort ist die Mühle von Højer: Sie beherbergt ein Museum und wird künftig auch Informationen und Inspirationen für einen Besuch der Tønder-Marsch bieten.

Schlussendlich soll Højer in Zukunft der Dreh- und Angelpunkt für Touren durch die Tønder-Marsch und das Wattenmeer sein – beispielsweise mit themenbasierten Erlebnisangeboten wie Kajaksegeln, Austernsafari, Radwandertouren und „Sort-Sol“-Ausflügen.

Die Tønder-Marsch ist als Teil des Wattenmeers in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden. Das verpflichtet, wie Andrea C. Bayer, Destinationsmanagerin der Tønder-MarschInitiative, meint: „Es ist unser aller Aufgabe, eines der weltweit meist anerkannten Naturschutzgebiete zu schützen und die Kenntnis darüber zu verbreiten. Die Tønder-Marsch verfügt, rein touristisch gesehen, über ein großes Potenzial. Ein vielseitiger Einsatz von allen beteiligten Akteuren soll die Werbetrommeln für die Marsch rühren.“ Laut Andrea C. Bayer ist es besonders wichtig, den Blick auf die Stärken der Tønder-Marsch zu richten, beispielsweise auf das wunderbare Wattenmeer, die interessanten Städte Højer und Tønder, die einzigartige Natur, Kunst und Kunsthandwerk sowie das Essen aus der Marsch-Region.

Die Tønder-Marsch-Initiative läuft über fünf Jahre. Die letzten Projekte sollen im Sommer 2021 fertig sein.