Die dänischen Nachschulen − Lernen fürs Leben

Foto: Agerskov Ungdomsskole

Ein Aufenthalt an einer dänischen Nachschule (dänisch: „efterskole“) ist für junge Leute im Alter von 14 bis 17 Jahren ein Erlebnis fürs Leben. Die erste Nachschule in Sønderjylland war „Agerskov Ungdomsskole“. In 2019 feiert sie ihr 100-Jähriges Bestehen.

Die Schulform Nachschule ist eine durch und durch dänische Erfindung und weltweit einzigartig. Dort können junge Leute die 8. bis 10. Klasse absolvieren. Offen zugänglich ist sie für alle, denn Aufnahmeprüfungen gibt es nicht. 

Viele der Nachschulen in Dänemark haben ein eigenes Profil. In der Nachschule von Agerskov liegt der thematische Schwerpunkt auf dem Sport, da die Schule über hervorragende Sportanlagen und als eine von wenigen Nachschulen sogar über eine eigene Schwimmhalle verfügt.

Dänische Traditionen, gemeinschaftliche Hygge und ein umfassendes Spektrum an Fächern – kurz: etwas für Kopf, Hand und Herz – hat sich „Agerskov Ungdomsskole“ auf die Fahnen geschrieben. 144 Schüler besuchen die Schule zurzeit, unter ihnen Schüler der dänischen Minderheit in Südschleswig sowie ein Bosnier, der den langen Weg aus seiner Heimat nach Agerskov zurückgelegt hat, um just diese Nachschule zu besuchen.

Sportcamps und Großelterncamps gehören zu dem vielfältigen Aktivitätsangebot. Es besteht zudem die Möglichkeit, im Rahmen von Schnuppertagen herauszufinden, wie es sich an einer Nachschule lernt und lebt. 

Da an der Schule Englisch und Deutsch unterrichtet werden, ist sie auch für Schüler aus dem Ausland interessant.

„Agerskov Ungdomsskole“ entstand 1919, initiiert von Dänischgesinnten in einem damals von Deutschland dominierten Gebiet. Im Jahre 1962 zog die Nachschule in ihre heutigen Gebäude an der Peripherie von Agerskov.