
Kegnæs Kirke
Der Grundstein für die Kirche wurde am 24. Juni 1615 gelegt, und die Kirche wurde nach Johannes dem Täufer Sankt Johannes Kirke genannt.
Die Kirche ist von Herzog Hans dem Jüngeren in Verbindung mit der jetzigen Bebauung auf Kegnæs gegründet worden, aber laut einer Legende auch als Buße für im Unrecht begangene Hinrichtungen.
Die Altartafel ist von ca. 1450 und wie Taufbecken und Kanzel ursprünglich aus der, nach der Reformationszeit, verschwundenen Kirche Sct. Nicolaj in Sønderborg.
Eine Chorschranke zwischen Schiff und Chor trägt eine Christusfigur von ca. 1500. Die beiden Seitenfiguren, die Jungfrau Maria und der Apostel Johannes sind ca. 1691 von einem tüchtigen Handwerker ausgeführt worden.
Herzog Hans der Jüngere residierte auf Sønderborg Slot, und einer Überlieferung zufolge verschwanden dort eines Winters einige Schweinebäuche aus der Vorratskammer. Der Herzog war außer sich vor Wut und beschuldigte sieben Bauern aus Klinting des Diebstahls. Da sie ihre Unschuld nicht beweisen konnten, wurden sie gehängt. Als das Wetter später wärmer wurde und der Burggraben auftaute, trieben die Schweinebäuche an die Oberfläche – keiner der Schlossangestellten hatte es gewagt zu erzählen, dass sie das Fleisch weggeworfen hatten, weil es schlecht geworden war.
Wäre Hans alles andere als ein Adliger gewesen, wäre er selbst wegen Mordes hingerichtet worden. Aber der Herzog reiste nach Rom und legte sein Dilemma dem Papst vor, der ihm die Absolution erteilte, unter der Bedingung, dass Hans der Jüngere zwei Kirchen errichten würde. Eine der Kirchen steht auf Kegnæs, die entsprechende Nykirke in Angeln wurde 1621-22 erbaut.