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Markedspladsen in Aabenraa

Wie der Name Madevej andeutet, war das Gebiet um den Marktplatz historisch gesehen ein tief gelegenes Wiesengebiet bis hinunter zum Hafen und den Werften der Stadt. Das lange weiße Gebäude südlich des Platzes ist das erhaltene südliche lange von zwei langen Häusern, die der Schiffbauer Niels Jacobsen um 1858 als Wohnhaus für seine Schiffbauer errichtete.

Der Krieg von 1864 beendete den dänisch-deutschen Gesamtstaat. Dänemark musste das kulturell gemischte Schleswig und die deutschsprachigen Herzogtümer Holstein und Lauenburg an die Sieger abtreten. Aabenraa wurde eine preußische Garnisonsstadt, und 1866/67 nutzte das Militär die nördliche Länge von Jacobsens Arbeiterwohnungen als Kaserne. Gleichzeitig kaufte das Militär das Wiesengebiet nördlich der Kaserne als Übungsraum. 1871 wurde das Deutsche Reich gegründet. Als das Militär 1888 in die neu erbaute Kaserne in Haderslev einzog, wurde der Platz in einen Marktplatz umgewandelt. Östlich des neuen Marktplatzes wurde 1898 der Bezirksbahnhof gebaut. Heute befindet sich der Busbahnhof unmittelbar nördlich seines historischen Vorgängers. Nördlich des neuen Marktplatzes wurde 1902-1904, das von Bauinspektor Friedrich Jablonowski entworfenes, Schaltungshaus im nationalromantischen Stil erbaut. Das Bezirkshaus, in dem heute Privatbüros untergebracht sind, gilt als das bedeutendste Gebäude von Aabenraa aus der Zeit von 1864 bis 1920. Als es gebaut wurde, fanden die Märkte der Stadt auf dem „Store Torv“ statt. Der Handel mit Pferden und Rindern fand jedoch in den Straßen und Gassen der Stadt statt, und dieser Handel wurde nun auf den neuen Marktplatz verlagert. In 2020 wurde der historische Marktplatz als öffentlicher Stadtraum restauriert.

 

Jeden Samstag von 8.00 bis 14.00 Uhr gibt es einen Markttag, bei dem alles verkauft wird, von frischen Blumen über Obst und Gemüse bis hin zu Fisch und Käse von lokalen Produzenten.