Rømø Motor Festival

Rømø Motor Festival

Foto: Rømø Motor Festival

Wind, Sonne, Meer, Dünen und Strand, so weit das Auge reicht: Lakolk ist die Kulisse für Rømø Motor Festival, das vor einigen Jahren eine Renaissance auf der Insel im Wattenmeer erlebte und zu dem alljährlich Motorsport-Begeisterte aus aller Herren Länder wallfahren.

Oldtimer – Automobile und Motorräder – aus längst vergangenen Zeiten und ihre Fahrer treten beim Rømø Motor Festival auf der Insel mitten im UNESCO -Weltnaturerbe gegen einander an.

Die Regeln sind denkbar einfach: Wer am schnellsten ist, der gewinnt. Teilnehmen dürfen ausschließlich Fahrzeuge, die aus der Zeit vor 1947 stammen.

Rømø Motor Festival ist eine Hommage an die berühmten Rennen Fanø Løb, die von 1919 bis 1924 auf der Insel Fanø unweit von Rømø ausgetragen wurden, bis ein tragisches Unglück mit tödlichem Ausgang zugleich das Ende dieser Tradition bedeutete.

Vor einigen Jahren erfuhr das legendäre Rennereignis mit Rømø Motor Festival eine Renaissance. Zu verdanken ist dies den fünf Motorsport-Enthusiasten Finn Andresen, Holger und Steffen Sonnberg, Carsten Bech und Thomas Toft Bredahl.

Seit 2016, als das Quintett das Rennen erstmals nach einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf mit Tempo zum Leben erweckte, ist die Zahl der Teilnehmer und Besucher stetig gestiegen.

Was damals mit 60 Fahrzeugen begann, kulminierte im Vorjahr in einem Rekord von 115 Oldtimern aus 13 Ländern und zwei Kontinenten. Mehr als 30.000 Zuschauer jubelten ihnen auf der 202 Meter langen Rennstrecke von den Dünen aus zu.

Das Festival am Strand von Lakolk ist aus vielerlei Gründen einzigartig, fragt man dessen Pressesprecher Steffan Skov: Die Natur, der Strand – und nur Fahrzeuge aus einer bestimmten Epoche sind zugelassen. Diese haben zwar viele Jahrzehnte unter der Haube, gehören aber längst nicht zum alten Eisen.

Am Skærbækcentret müssen sie vor dem Rennen zum TÜV. Erst nach der Überprüfung dürfen die Oldies an den Start. Eine ähnliche Auflage gibt es auch für ihre Fahrer: Sie müssen ihre Kleidung der Mode aus jener Zeit anpassen, aus der die Oldtimer stammen. „Wir haben auch unsere Gäste aufgefordert, mitzuspielen“, sagt Skov. „Das haben sie getan!“

Auf diese Weise hat sich das Festival erneut zu einem Publikumsrenner gewandelt – zu einer Zeitschleife zurück in eine temporeiche Vergangenheit.