Top 10: Historische Erlebnisse in Sønderjylland

Foto: Destination Sønderjylland

Südjütland hat eine reiche Geschichte. Überall findest du historische Denkmäler, kleine und große Museen und Sehenswürdigkeiten. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie von einem Teil der Geschichte von Südjütland erzählen. 

Geschichtszentrum Dybbøl Banke
Im Geschichtszentrum Dybbøl Banke trittst du ein in die dänische Geschichte während des Deutsch-Dänischen Kriegs 1864. Spüre das gewaltige Gewicht der großen Kanonen und erkunde die beiden düsteren Pulvermagazine der Schanzenanlage aus schwerem Beton. Suche Deckung im riesigen Blockhaus, dem Schutzraum der Schanze, die man für bombensicher hielt. In der authentischen Schanzenrekonstruktion kann man zum ersten Mal seit 1864 einen Rundgang durch eine dänische Schanzenanlage machen.
Schloss Sønderborg
Das Schloss Sønderborg ist mit seiner großartigen Lage an der Seeeinfahrt nach Sønderborg eine nationale Ikone Dänemarks. Das Schloss ist ein Zeugnis für nahezu 800 Jahre dramatische Geschichte von Südjütland und Schleswig. In den vielen Räumen sind moderne Ausstellungen über die wechselhafte Geschichte von Südjütland und der Grenzregion, die Gefangenschaft des dänischen Königs Christian II. im Schloss, die dänische Niederlage 1864 und die Teilnahme der vielen Dänen am Ersten Weltkrieg an der Seite Deutschlands bis zur Vereinigung Nordschleswigs mit Dänemark 1920 zu sehen, die in Dänemark als Wiedervereinigung bezeichnet wird.
Museum Sønderjylland, Archäologie in Haderslev
Im großen archäologischen Museum in Haderslev kannst du einige der wichtigsten und schönste Funde aus dem südjütländischen Boden besichtigen, darunter das älteste Grab Dänemarks, prächtige Waffenfunde aus dem Sumpfgebiet Ejsbøl Mose und Teile des Schlosses Hansborg aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Erkunde das faszinierende Altertum von Südjütland und die Geschichte der Kaufmannsstadt Haderslev und besichtige auch die historischen Gebäude des Museums. Das Museum Sønderjylland steht für die Archäologie in der gesamten Region Südjütland, so dass hier häufig auch aktuelle archäologische Funde ausgestellt werden.
Zeppelin- und Garnisonsmuseum, Tønder
In Tønder befand sich zwischen 1914 und 1918 eine der großen Luftschiffbasen des deutschen Kaiserreichs. Sie lag einige Kilometer nördlich der Stadt und war nahezu eine sich selbst versorgende kleine Stadt mit eigenem Gas-, Wasser- und Heizwerk. Am 19. Juli 1918 schrieb Tønder Weltgeschichte, als der dortige Zeppelinstützpunkt dem ersten Luftangriff ausgesetzt war, der von einem Flugzeugträger aus gestartet wurde. Der Bericht der englischen Piloten ist ebenso im Museum zu sehen wie die Überreste der Bomben. Besuche auch den Flugzeughangar im Soldatenwald, das einzige bewahrte Gebäude der Zeppelinbasis.
Sicherungsstellung Nord
Die Sicherungsstellung Nord ist eine Befestigungslinie, die im Ersten Weltkrieg zwischen 1916 und 1918 vom deutschen Militär als Sicherung gegen Angriffe aus dem Norden angelegt wurde. Die Linie verlief quer durch das damals zu Deutschland zählende Nordschleswig, von Hoptrup an der Ostküste bis an die Westküste in Höhe von Skærbæk. Sie bestand aus Stacheldrahtsperren, einer doppelten Linie von teilweise eingegrabenen Schützengräben, Artilleriestellungen und Unterständen sowie alles in allem etwa 800 Bunkeranlagen.
Museum des Frøslev-Lagers
Das Frøslev-Lager wurde 1944 als deutsches Internierungslager während der Besatzung Dänemarks errichtet. Hier wurden tausende Däninnen und Dänen von der deutschen Sicherheitspolizei festgehalten.  Obwohl das Frøslev-Lager ursprünglich gebaut wurde, um Deportationen in die KZs im Deutschen Reich zu verhindern, wurden etwa 1.600 Gefangene des Frøslev-Lagers entgegen allen Vereinbarungen dennoch in die Schrecken der KZs geschickt. Die anderen Gefangenen blieben im Lager in Dänemark.
Kommandeurhof, Rømø
Der Kommandeurhof auf Rømø im Südwesten von Jütland ist ein intakter Walfängerhof und einer der alten, wohlhabenden Erbhöfe der Insel. Der Name des Hofs verweist auf die Kapitäne, die im 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts das Kommando auf den großen Walfangbooten hatten, die im Nordatlantik Handelsfahrten und lange Walfangfahrten unternahmen.
Kulturgeschichte Aabenraa
Wenn du dich für die Seefahrt und die maritime Geschichte interessierst, solltest du dir die Kulturgeschichte Aabenraa nicht entgehen lassen. Im roten Museumsgebäude findest du heute Ausstellungen zur Geschichte der Seefahrt, die im 18. und 19. Jahrhundert die Kaufmannsstadt Aabenraa prägte. Die tiefe Förde mit ihrer guten Schiffbarkeit bot die Möglichkeit für große Holzschiffswerften und machten Aabenraa zum maritimen Zentrum von Südjütland.
Dom von Haderslev
Der Dom ist kein Museum – wie in allen anderen Kirchen werden hier immer noch Gottesdienste gefeiert.  Doch ist der Dom auch ein Bauwerk mit einer spannenden und ereignisreichen Geschichte. Er birgt eine reiche künstlerische Ausstattung und ist daher eine Sehenswürdigkeit von nationalem und sogar internationalem Rang.
Das Nydamboot
Aus dem Nydam-Moor kamen zum Vorschein: drei Holzboote, eine große Anzahl Waffen, Geräte und Ausrüstungen aus der Eisenzeit (150 bis 550 n. Chr.). Die vorherrschende Theorie besagt, dass die Gegenstände in rituellen Zeremonien den Göttern geopfert wurden. Dies geschah im Abstand von Jahrzehnten. Der Großteil wurde 1863 ausgegraben und gelangte aufgrund des Deutsch-Dänischen Krieges 1864 ins Museum auf Schloss Gottorf in Schleswig. Gegenstände, die aus späteren Ausgrabungen stammten, sind im Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen ausgestellt. Die Rekonstruktion des Nydambootes, das Bootshaus (Naust) und das Ausstellungshaus befinden sich am Strand im Wald von Sottrup. Der Bereich kann ganzjährig kostenlos besucht werden. Von Mai bis September liegt das Nydamboot am Ende der Bootsbrücke und mehrmals in der Woche gibt es hier besondere Aktivitäten.